DJ Michael 'El Rumbero' - Biografie

Ich wurde am 24.12.1963 in Berlin geboren. Bis 1989 arbeitete ich in verschiedenen Clubs als Soul-DJ. Mit dem überschwappen der Techno-Welle entschied ich mich dann, mit dem DJ'ing in den Clubs aufzuhören. Das war irgendwie nicht mehr meine Musik, die ich da spielen sollte. Außerdem nahm mich auch mein Informatik-Studium an der TU Berlin, das ich im Herbst 1989 begonnen hatte, zeitlich voll in Anspruch. Irgendwie juckte es zwar immer noch in den Fingern. Doch das wurde mit ein paar legendären Parties in alten Fabriketagen abgetan.

Eine Verbindung zur Salsa hatte ich damals noch nicht. Der erste 'Kontakt' kam 1992 in der sehr beliebten 'Karakas'-Bar (ist kein Tipfehler - wird komischerweise mit K nicht mit C geschrieben) zustande. Hier wird der beste Caipirinha Berlins gemixt und alte Salsa-Klassiker laufen im Hintergrund. Zürst nahm ich die Musik auch gar nicht richtig wahr, war eben irgendwie spanisch und passte zum Ambiente. Es mussten 2 Jahre vergehen, ehe mich eine Freundin darauf aufmerksam machte, dass es um die Ecke einen Club gibt, wo sie 'diese Musik' spielen. Und getanzt wird sogar paarweise. Das musste ich mir natürlich angucken. Es war Liebe auf den ersten Blick. 2 Jahre hatte ich diese Musik unbewußt gehört - konnte sogar schon einige Stücke mitsummen- aber erst als ich die Leute tanzen sah, machte es klick.

Durch den vorangegangenen Caipirinha-Konsum ermutigt, forderte ich sogleich eine Latina zum Tanzen auf. Das war dann auch mein erstes persönliches Salsa-Waterloo. Natürlich konnte ich keinen Schritt und wußte auch nichts von Führung - also ließ sie mich auf der Tanzfläche stehen. Die Scham saß so tief, dass ich - ja ich gebe es zu - sofort einen Tanzkurs besuchte. Meine Tanzpartnerin hatte zufällig was mit dem Kulturzentrum Tacheles zu tun und es kam wie es kommen mußte. Am 23. Dezember 1994 legte ich zu meiner Geburtstagsparty im Tacheles einige der Salsa-CD's auf, die sich inzwischen bei mir angesammelt hatten. Es war ein rauschendes Fest, das auch den Nicht-Salseros des Tacheles gefiel. So wurde die 'Baila conmigo' - Party im Tacheles geboren. Und ich startete meine zweite DJ-Karriere.

Nach 2 schönen Jahren im Tacheles hatte ich im Sommer 1996 die Möglichkeit, in der Berliner UFA-Fabrik als 'Urlaubsvertretung' aufzulegen. Nun ging es Schlag auf Schlag. Im September 1996 organisierte ich im Grünen Salon an der Volksbühne Berlin die erste 'Salsa-Mania'- Party ( bis September 2000). Langsam wurde ich immer bekannter - nicht nur in Berlin. Durch meine WEB-Seite ( beliebt u.a. wg. der monatlichen CD-Besprechungen ) kam es zu vielen Kontakten - u.a. legte ich schon in München, Hamburg, Köln, Stockholm, Oslo, Kopenhagen, Zürich, Bern, Wien, Potsdam, Münster, Cottbus, Dresden u. Erfurt auf. Ein Höhepunkt (und Traum eines jeden Salsa-DJ's) war sicherlich der Set bei Jimmy Anton's in New York im April 2002. Und wie sich herausstellte, wurde ich immer wieder in die USA eingeladen. Neben New York hatte ich auch die Gelegenheit, in San Francisco und mehrmals auch in Chicago aufzutreten ( siehe meinen Reisebericht aus den USA 2007 ).

Aber zurück zur Geschichte: Im Jahr 1997 wurde ich dann von meinem Freund Ronny angesprochen, ob ich in einem neün Salsa-Club auflegen würde. Der Havanna-Club eröffnete im Mai 1997 und entwickelte sich auf Anhieb zu einem der beliebtesten Treffpunkte der Berliner Salsa-Szene. Ich bin immer auf der Suche nach neün Möglichkeiten für die Berliner Salsa-Szene. Im Jahr 2000 fanden z.B. die ersten Salsa-Open-Air Veranstaltungen im SODA-Club statt. Auch unser 'jüngstes Kind' wurde zum Publikummagnet und so finden dort jetzt auch im Herbst/Winter in einem der schönsten Clubs Berlins Salsa-Veranstaltungen jeden Donnerstag und Sonntag statt. Weiterhin konnten wir im Sommer 2005 die Hoppetosse als neü Open Air Location in Berlin etablieren.

Mein Anliegen ist es immer, möglichst viele Salseras/-os mit der Musik, die ich auflege, zu erreichen. Dies ist besonders in Berlin nicht immer leicht. Es gibt hier die unterschiedlichsten Musikgeschmäcker. In der Stadt leben viele Kubaner - so ist natürlich die Timba bei vielen Tänzern sehr populär - andere mögen es gar nicht. In den Clubs gibt es aber auch viele Kolumbianer und Peruaner als Gäste, die eher traditionelle Salsa hören wollen ( Oscar d'Leon, Gran Combo, Gilberto Sta. Rosa usw.). Wieder andere Tänzer mögen nur New-York-Salsa und dann gibt es natürlich auch jene, die nur die alte Fania-Salsa akzeptieren. Auch Mambo und´Cha Cha Cha sind wieder stark im Kommen. Diese Vielfalt muss unter einen Hut gebracht werden. Sicherlich kann man es in diesem Beruf niemanden vollends recht machen. Ein Wunsch von mir aber ist es, dass jeder Abend seinen eigenen (musikalischen) Charakter bekommt. Kein Abend sollte wie der andere sein.

Natürlich bin ich immer für Rückmeldungen und Kritiken offen. Mailt mir Eure Meinung:

Viel Freude beim Tanzen con 'Salsabor' wünscht Euch

Michael


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